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DER AMERIKANISCHE TRAUM AUF SLOWENISCH - Zweiter Teil

DER AMERIKANISCHE TRAUM AUF SLOWENISCH - Zweiter Teil

Zöliakie ist kein Hindernis für Reisen. Sie lädt dazu ein, etwas mehr Wissen zu erwerben, sich etwas besser vorzubereiten und gut zu organisieren.

Zöliakie ist kein Hindernis für Reisen. Sie lädt dazu ein, etwas mehr Wissen zu erwerben, sich etwas besser vorzubereiten und gut zu organisieren.

Zöliakie ist kein Hindernis für Reisen. Sie lädt dazu ein, etwas mehr Wissen zu erwerben, sich etwas besser vorzubereiten und gut zu organisieren.

Essen mit Freunden

🏔️  Teil Zwei: Colorado zwischen Bergen, Dinosauriern und Geschichten der Vergangenheit

🦖  Müssen wir uns vor Tyrannosaurus rex fürchten?

Wenn man durch Amerika reist, stellt man schnell fest, dass dort fast alles grösser wirkt: die Strassen, die Autos, die Portionen ... und natürlich die Dinosaurier.

Der Schriftsteller und frühere NASA-Robotikingenieur Randall Munroe beantwortet in seinem Bestseller *What If?* gern scheinbar völlig unsinnige wissenschaftliche Fragen. Unter anderem fragte er sich, wie viel Nahrung ein Tyrannosaurus rex täglich hätte fressen müssen.

Die Berechnung ist nicht einfach, doch er schätzte, dass ein Tyrannosaurus rex - bei einem Stoffwechsel, der ungefähr dem eines grossen heutigen Säugetiers ähnlicher Masse entspräche - täglich eine enorme Energiemenge aufnehmen müsste: etwa so viel wie 80 Hamburger. Für die Dreharbeiten zu *Jurassic Park* veranschaulichten die Filmschaffenden genau diese Menge. Keine Sorge: Beim Dreh litten keine Dinosaurier.

Sollten Sie einmal eines der Filmstudios in Amerika besuchen, können Sie den Guide scherzhaft fragen: ‚Hat der Tyrannosaurus rex heute schon gegessen?‘

🔎  Und was ist mit Gluten?

Stellen wir uns vor, ein Tyrannosaurus rex hätte tatsächlich alle 80 Hamburger gefressen. Wäre sein Fleisch dann voller Gluten? Nein. Gluten ist ein pflanzliches Eiweiss, das bei der Verdauung abgebaut wird; es lagert sich nicht in den Muskeln eines Tieres ab. Würde man also aus einem Tyrannosaurus Gulasch, Suppe oder Salami machen - was wir lieber nicht versuchen sollten -, enthielte sein Fleisch wegen dieser Hamburger kein Gluten.

Ein weiterer Beweis dafür, dass ein wenig Grundwissen uns manche Sorge ersparen kann.

Noch ein amüsantes wissenschaftliches Gedankenspiel: Vor Jahren stellten einige Forschende die Hypothese auf, dass nicht allein ein Asteroideneinschlag zum Aussterben der Dinosaurier geführt haben könnte. Grosse Pflanzenfresser produzierten bei der Verdauung grosse Mengen Methan, eines Treibhausgases. Waren also Vegetarier für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich? Natürlich nicht. Die humorvolle Frage erinnert uns daran, Hypothesen, Humor und gesicherte Fakten auseinanderzuhalten.

🐻  Das grösste Tier in der Natur ist oft unsere Angst

In einem fremden Land entdeckt man nicht nur Städte, Museen und Restaurants. Das wahre Amerika liegt in Nationalparks, Bergen, Wäldern und an kristallklaren Seen.

Vor der Abreise hörten wir viele Geschichten: ‚Passt auf die Bären auf!‘ ‚Dort gibt es Berglöwen!‘ ‚Klapperschlangen sind überall!‘ Fast könnte man meinen, man komme als Tourist nach Colorado und kehre als Mittagessen für ein wildes Tier zurück.

Die Wahrheit sieht ganz anders aus. In wenigen Wochen begegneten wir Schwarzbären, Elchen, einer Klapperschlange, niedlichen Streifenhörnchen, Pfeifhasen, Murmeltieren und vielen anderen Tieren. Jede Begegnung war besonders. Und jedes Tier zog sich vor uns zurück.

🌲  Tiere sind nicht unsere Feinde

Wildtiere wollen Menschen in der Regel nicht begegnen. Meist ziehen sie sich zurück, lange bevor wir sie bemerken. Deshalb gelten einige einfache Regeln:

  • Auf markierten Wegen bleiben.

  • Tiere aus der Ferne beobachten.

  • Jungtieren nicht näherkommen.

  • Den Hund immer an der Leine führen.

  • Wildtiere niemals füttern.

Das dient nicht nur unserer Sicherheit, sondern auch ihrer Zukunft.

In der slowenischen Region Bela krajina fütterte eine ältere Frau wiederholt einen jungen Bären mit Krapfen und anderer menschlicher Nahrung. Der Bär verlor seine natürliche Scheu vor Menschen und kam den Häusern immer näher. Weil er gefährlich wurde, musste er getötet werden. Leider war nicht der Bär schuld, sondern die Menschen.

Wenn Sie einer Klapperschlange begegnen, ist der beste Rat erstaunlich einfach: stehen bleiben, ihr Raum geben und sich langsam entfernen. Eine Klapperschlange greift Menschen fast nie ohne Grund an. Mit dem Rasseln ihres Schwanzes sagt sie vor allem: ‚Ich habe dich bemerkt. Bitte geh deinen Weg, ich gehe meinen.‘ Das gilt für die meisten Wildtiere: Sie suchen keinen Kampf, sondern Ruhe.

Respekt ist der beste Schutz.

Als wir von einer Wanderung in den Rocky Mountains zurückkehrten, merkten wir, dass wir in der Natur kaum darüber nachgedacht hatten, wovor wir Angst haben könnten. Wir dachten vielmehr daran, wie unglaublich schön die Welt um uns herum war. Wenn wir die Natur respektieren, schenkt sie uns meist ihre schönsten Erlebnisse.

🥾  Der Weg ist wichtiger als das Ziel

In Colorado erkennt man schnell, dass die wahre Geschichte in den Bergen, Wäldern und Wanderwegen liegt. Das Schönste daran ist der Respekt: Wandernde, Mountainbiker und Naturfreunde teilen die Wege problemlos. Für schnelle Abfahrten werden Strecken zeitweise gesperrt oder getrennte Routen eingerichtet. Eine einfache Regel: Die Natur ist für alle da.

Auch für uns Wandernde gelten goldene Regeln: auf markierten Wegen bleiben, Hunde an der Leine führen, Tiere aus der Ferne beobachten und die Natur so hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Das ist keine Einschränkung, sondern Respekt.

⛏️  Als der Goldrausch kein goldenes Leben brachte

Viele Wege, auf denen wir unterwegs sind, führen an den Überresten von Gold-, Silber- und anderen Bergwerken vorbei. Heute sind es stille Orte mit erstaunlichen Ausblicken. Vor gut 150 Jahren sah hier jedoch alles ganz anders aus.

Bergleute arbeiteten in Höhen von etwa 2.500 bis 4.000 Metern, oft unter extrem harten Winterbedingungen. In der Kälte froren ihre Stiefel mitunter buchstäblich an den Füssen fest; bevor sie sie ausziehen konnten, mussten sie sie mit Wasser erwärmen. Die Arbeit war gefährlich und erschöpfend, das Leben kurz.

🪶  Vor den Goldsuchern waren andere hier

Lange vor der Ankunft europäischer Siedler lebten in diesem Gebiet Angehörige der Ute, die Berge, Jahreszeiten und die Natur bestens kannten. Die Beziehungen zwischen indigenen Gemeinschaften und Siedlern waren manchmal freundlich, oft jedoch angespannt. Der Wunsch nach Gold, Land und Reichtum führte zu zahlreichen Konflikten und zur Verdrängung indigener Gemeinschaften.

Dieser Teil der Geschichte erinnert uns daran, dass jede Landschaft ihre eigene Geschichte hat - und dass Respekt vor Menschen und Natur immer wichtiger ist als Gier.

💀  Wenn Skelette gar nicht gruselig sind

Beim Bummeln durch die Geschäfte Colorados entdeckten wir etwas Ungewöhnliches: überall Skelette. Grosse, kleine, bunte, lächelnde ... Zunächst dachten wir, die Amerikaner bereiteten sich schon auf Halloween vor. Dann erkannten wir, dass viele dieser Figuren in der mexikanischen Tradition des Día de los Muertos - des Tags der Toten - verwurzelt sind, die in Gegenden mit grossen latinoamerikanischen Gemeinschaften sehr beliebt ist.

Anders als wir es vielleicht erwarten, soll dieses Fest nicht erschrecken. Es ist ein Fest der Erinnerung, der Familie und des Lebens. Wir dachten auch an Pixars wunderschönen Film *Coco*, der seine Bedeutung warm und berührend vermittelt.

Manchmal fürchten wir uns am meisten vor dem, was wir am wenigsten kennen. Wenn wir es besser kennenlernen, entdecken wir, dass sich hinter einem Skelett eine sehr schöne Geschichte verbergen kann.

Der dritte Teil kommt bald…

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