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Alkohol und Zöliakie: Was ist bei einer glutenfreien Ernährung sicher?

Alkohol und Zöliakie: Was ist bei einer glutenfreien Ernährung sicher?

Für Menschen mit Zöliakie ist Alkohol oft eine Quelle der Verwirrung. Ist Whisky sicher? Was ist mit Bier? Und wie wissen wir überhaupt, ob ein Getränk Gluten enthält, wenn es keine Kennzeichnung hat? Die Antwort liegt in der EU-Gesetzgebung und im Verständnis der Herstellungsprozesse.

Für Menschen mit Zöliakie ist Alkohol oft eine Quelle der Verwirrung. Ist Whisky sicher? Was ist mit Bier? Und wie wissen wir überhaupt, ob ein Getränk Gluten enthält, wenn es keine Kennzeichnung hat? Die Antwort liegt in der EU-Gesetzgebung und im Verständnis der Herstellungsprozesse.

Für Menschen mit Zöliakie ist Alkohol oft eine Quelle der Verwirrung. Ist Whisky sicher? Was ist mit Bier? Und wie wissen wir überhaupt, ob ein Getränk Gluten enthält, wenn es keine Kennzeichnung hat? Die Antwort liegt in der EU-Gesetzgebung und im Verständnis der Herstellungsprozesse.

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Alkoholkennzeichnung in der EU – zentrale Regel

Alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 % Alkohol haben in der Regel keine verpflichtende Zutatenliste. Dennoch gilt eine der wichtigsten Regeln:

Alle Allergene, einschließlich Gluten, müssen immer klar gekennzeichnet sein, wenn sie enthalten sind.

Das bedeutet: Wenn ein Getränk Gluten enthält, muss dies eindeutig angegeben werden.
Wenn Gluten nicht angegeben ist, ist es nicht als Zutat enthalten.

Diese Regel gilt auch für alle Zusatzstoffe wie Aromen, Farbstoffe, Additive und E-Nummern.

Destillierte Getränke: sicher, auch wenn sie aus Getreide stammen

Spirituosen wie Wodka, Gin oder Whisky werden häufig aus Weizen, Gerste oder Roggen hergestellt. Trotzdem sind sie nach der Destillation glutenfrei.

Der Grund liegt im Prozess selbst:

-Gluten ist ein Protein, das nicht verdampft,
-die Destillation trennt Alkohol von festen Stoffen,
-Gluten bleibt im Rückstand des Rohstoffs.

Das Enddestillat enthält daher keine nachweisbaren Mengen an Gluten.

Dies wird auch durch die EU-Gesetzgebung bestätigt, die festlegt, dass Getreide, das für die Destillation verwendet wird, im Endprodukt nicht mehr als Allergen gilt.

Fermentierte Getränke: ein wichtiger Unterschied

Bei fermentierten Getränken ist die Situation anders, da die Fermentation Gluten nicht entfernt.

Sicher sind: Wein, Cider, Getränke aus Früchten.

Nicht geeignet (außer wenn besonders gekennzeichnet):

Bier, Malzgetränke aus Gerste oder Weizen.

Für Menschen mit Zöliakie ist nur Bier geeignet, das die klare Kennzeichnung »glutenfrei« trägt.

Wichtige Besonderheiten

Die Kennzeichnung »glutenfrei« in der EU bedeutet höchstens 20 mg Gluten pro Kilogramm (20 ppm), wie in der Verordnung (EU) Nr. 828/2014 festgelegt.

Für alkoholische Getränke gelten besondere Kennzeichnungsregeln, daher ist die Angabe »glutenfrei« nicht immer vorhanden, auch wenn das Getränk sicher ist.

Destillierte Getränke sind oft nicht ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnet, obwohl sie aufgrund des Herstellungsprozesses sicher sind.

Wenn ein Getränk Gluten enthält, muss dieses immer eindeutig als Allergen gekennzeichnet werden. Wenn Gluten nicht angegeben ist, enthält das Getränk es nicht als Zutat.

Getränke mit der Kennzeichnung »gluten-reduced« oder »mit reduziertem Glutengehalt« sind für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet.

Zusammenfassung

Sicher: destillierte Spirituosen, Wein und Cider.

Vermeiden Sie:

Bier (außer wenn zertifiziert glutenfrei),
Malzgetränke (z. B. Gerste, Weizen).


Zentrale Regel:
Gluten muss immer gekennzeichnet sein – wenn es nicht angegeben ist, ist es nicht als Zutat enthalten.

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