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Wichtige Änderungen der EU-Vorschriften zur Allergenkennzeichnung: Was könnte dies für Menschen mit Zöliakie bedeuten?

Wichtige Änderungen der EU-Vorschriften zur Allergenkennzeichnung: Was könnte dies für Menschen mit Zöliakie bedeuten?

Die Europäische Kommission bereitet wichtige Änderungen im Bereich der vorsorglichen Allergenkennzeichnung vor. Bei einem kürzlich durchgeführten Webinar der Organisation AOECS präsentierten Experten Pläne für einheitlichere, transparentere und wissenschaftlich fundiertere Regeln in der gesamten Europäischen Union. Was könnte das für Menschen mit Zöliakie bedeuten?

Die Europäische Kommission bereitet wichtige Änderungen im Bereich der vorsorglichen Allergenkennzeichnung vor. Bei einem kürzlich durchgeführten Webinar der Organisation AOECS präsentierten Experten Pläne für einheitlichere, transparentere und wissenschaftlich fundiertere Regeln in der gesamten Europäischen Union. Was könnte das für Menschen mit Zöliakie bedeuten?

Die Europäische Kommission bereitet wichtige Änderungen im Bereich der vorsorglichen Allergenkennzeichnung vor. Bei einem kürzlich durchgeführten Webinar der Organisation AOECS präsentierten Experten Pläne für einheitlichere, transparentere und wissenschaftlich fundiertere Regeln in der gesamten Europäischen Union. Was könnte das für Menschen mit Zöliakie bedeuten?

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Harmonisierte Regeln in der gesamten EU


Bei Gluten-Free Hub EU sind wir bestrebt, nicht nur glutenfreie Anbieter zu präsentieren, sondern auch die neuesten Informationen im Bereich Zöliakie und glutenfreie Ernährung zu verfolgen.

Aus diesem Grund haben wir am Webinar der AOECS mit dem Titel Key Regulatory Issues Affecting Coeliac Disease in Europe teilgenommen, das von Klaus Berend geleitet wurde, dem Direktor für Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation bei der Europäischen Kommission.

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die geplante Harmonisierung der Regeln für die vorsorgliche Allergenkennzeichnung (PAL – Precautionary Allergen Labelling), zu der Warnhinweise gehören wie:

  • „Kann Gluten enthalten“

  • „Kann Spuren von Weizen enthalten“

  • „Hergestellt in einem Betrieb, in dem Gluten verwendet wird“

Derzeit unterscheidet sich die Verwendung solcher Warnhinweise zwischen den EU-Ländern erheblich. Die Europäische Kommission möchte einheitliche Regeln etablieren, die in der gesamten Europäischen Union gelten werden.

Dies bedeutet, dass dasselbe Produkt in verschiedenen Ländern keine unterschiedlichen Warnhinweise aufweisen sollte.

Weniger übermäßiger Gebrauch von „Kann enthalten“-Warnhinweisen


Die wichtigste Botschaft des Webinars für Menschen mit Zöliakie war, dass das Ziel der neuen Regeln nicht darin besteht, die Anzahl der Warnhinweise zu erhöhen, sondern deren übermäßigen Gebrauch zu reduzieren.

Heute verwenden viele Hersteller die Kennzeichnung „Kann enthalten“ sehr breit gefächert und oft vor allem aus rechtlichen Absicherungsgründen, selbst wenn das tatsächliche Risiko einer Kreuzkontamination sehr gering ist.

Die Folgen sind:

  • eine geringere Auswahl an Produkten,

  • mehr Verwirrung unter den Verbrauchern,

  • weniger Vertrauen in die Kennzeichnung.

Die Europäische Kommission möchte daher ein System einführen, das basiert auf:

  • wissenschaftlich festgelegten Risikoschwellenwerten,

  • einheitlichen Referenzwerten für die gesamte EU,

  • einer tatsächlichen Risikobewertung,

  • standardisierten Testmethoden.

Künftig sollte der Warnhinweis „Kann enthalten“ nicht mehr automatisch verwendet werden, sondern nur dann, wenn ein wirklich relevantes Risiko besteht.

Codex-Richtlinien und neue europäische Gesetzgebung


Im Webinar wurde bestätigt, dass die neuen Codex-Richtlinien für die vorsorgliche Allergenkennzeichnung bereits auf internationaler Ebene harmonisiert wurden und im Juli 2026 endgültig verabschiedet werden sollen.

Die Europäische Kommission betonte, dass die Richtlinien weitgehend mit dem europäischen Ansatz übereinstimmen.

Die nächsten Schritte umfassen:

  • die Erarbeitung einer wissenschaftlichen Grundlage durch die EFSA,

  • die Entwicklung harmonisierter Analysemethoden,

  • die Vorbereitung eines europäischen Durchführungsrechtsakts zu PAL.

Das aktuelle Ziel der Europäischen Kommission ist es, die neue Gesetzgebung bis Ende 2027 vorzubereiten, wobei die Vertreter betonten, dass Qualität wichtiger sein wird als die Geschwindigkeit der Verabschiedung.

Was könnte das für Menschen mit Zöliakie bedeuten?


Wenn die vorgeschlagenen Änderungen in der geplanten Form angenommen werden, könnte dies langfristig bedeuten:

✅ weniger unnötige „Kann enthalten“-Warnhinweise

✅ eine größere Produktauswahl für Menschen mit Zöliakie

✅ eine klarere und zuverlässigere Kennzeichnung in der gesamten EU

✅ mehr Verbrauchervertrauen

✅ ein wissenschaftlich fundierterer Ansatz zur Risikobewertung






Fazit


Obwohl bis zur endgültigen Gesetzgebung noch etwas Zeit vergeht, zeigt das Webinar deutlich, dass die Europäische Union das Thema der vorsorglichen Allergenkennzeichnung ernsthafter, harmonisierter und wissenschaftlich fundierter angeht als je zuvor.

Für Menschen mit Zöliakie könnte dies ein wichtiger Schritt nach vorn sein: weniger unnötige Einschränkungen, mehr Vertrauen in die Deklarationen und einheitlichere Regeln in ganz Europa.

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